Wo bleibt der Spatenstich?

Wo bleibt der Spatenstich?

Während der letzten Wochen kam vermehrt die Frage nach dem Baubeginn des Mehrzweckzentrums auf. Auf myvals.ch waren Forderungen zu lesen, welche einen sofortigen Baubeginn des Mehrzweckzentrums proklamierten:

«Wann fahren endlich die Bagger für das Mehrzweckzentrum auf??? Werde langsam ungeduldig, auch andere Jungen mögen nicht mehr länger warten…»

«Die Bagger sollten bis spätestens Herbst auffahren, ansonsten sehe ich dies klar als Bruch des Wahlkampfversprechens an. Bis Herbst haben diese Leute genügend Zeit um Vertrag zu unterzeichnen. Gemäss „Visualisierung“ ist die Planung der MZH bereits weit fortgeschritten, also los. Geht voran oder wurde uns mit den Projektbildern ein Bär aufgebunden?»

Die oben aufgeführten Voten sind einerseits Sinnbild für das grosse Interesse am Mehrzweckzentrum, andererseits zeugen sie auch von einer gewissen Naivität und Kurzsichtigkeit. Zwischen der Abstimmung am 9. März und diesen Äusserungen lagen gerade mal zwei Wochen – ein Ding der Unmöglichkeit nach dieser kurzen Zeit bereits den Spatenstich zu tätigen!

Zum einen war der neue Besitzer und Investor des Hotel Therme, Remo Stoffel, zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht Aktieninhaber. Somit stand es dem Investor rechtlich noch gar nicht zu, erste Schritte zu tun oder gar Entscheide zu fällen. Zum anderen verlangt ein solch grosses Projekt, wie es das neue Mehrzweckzentrum darstellt, eine eingehende Projektplanung, die den spezifischen Anforderungen der verschiedenen Interessengruppen Rechnung trägt. Wie die zusammengetragenen Bedürfnisse ans neue Mehrzweckzentrum (siehe myvals.ch) zeigen, sollte das Zentrum verschiedensten Ansprüchen gerecht werden. Bevor die Bagger auf dem Boda auffahren, gilt es, diese vielen Bedürfnisse zusammen zu tragen und über deren Realisierbarkeit zu entscheiden. Eine überhastete, nicht durchdachte Planung gefährdet das Projekt und dessen langfristigen Erfolg. Ob die Bagger den Aushub im Boda nun bereits dieses oder eben erst nächstes Jahr machen, ist nicht entscheidend. Was zählt ist ein Projekt, das uns und kommende Generationen erfreut und bereichert.

Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut!

 

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