Informationsabend der Beschwerdeführer mit vorgehender Buchvernissage und Ankündigung, die Beschwerde bis vor Bundesgericht weiter zu führen

Informationsabend der Beschwerdeführer mit vorgehender Buchvernissage und Ankündigung,  die Beschwerde bis vor Bundesgericht weiter zu führen

Wie man gestern dem Anschlagsbrett in Vals entnehmen konnte, findet am 1. Mai 2012 in der Turnhalle Vals eine kombinierte Veranstaltung statt:

20.30 Uhr Buchvernissage des Buches “Vals lebt”, organisiert von Marketing Vals

21.00 Uhr Informationsveranstaltung “Gründe der Beschwerde vor Verwaltungsgericht”, zu welcher die Repräsentanten der Beschwerde laden

Wir von myvals.ch finden es gut, dass die Bevölkerung die Möglichkeit erhält, sich von den Beschwerdeführern direkt über die Gründe informieren zu lassen. Dies vor allem auch, weil die Informationen aus den Medien widersprüchlich waren. Wir hoffen, dass sich die Beschwerdeführer auch den kritischen Fragen der Bevölkerung stellen und ihr Vorgehen gegenüber dem Stimmvolk rechtfertigen. Ausserdem würde die Valser Bevölkerung sicher auch gerne erfahren, wer bei dieser Bewescherde alles involviert ist.

Wie wir heute im Sonntagsblick vernehmen, müssen wir davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer den Fall bei einem negativen Entscheid vor Verwaltungsgericht bis vor Bundesgericht weiter ziehen werden.
Unsere Beurteilung dieser Angelegenheit basiert auf gesundem Menschenverstand und nicht auf juristischen Paragraphen. Wir sind der Meinung, dass auf diese Weise eine bessere Lösungen für Vals erreicht werden kann. Wir sind der festen Überzeugung, die Valser Bevölkerung sieht dies mit wenigen Ausnahmen ähnlich.

Bei der Abstimmung erfolgte zuerst der Entscheid, an wen allenfalls verkauft werden sollte und anschliessend, ob überhaupt verkauft werden sollte. Dies wurde mit deutlicher Mehrheit angenommen und deshalb sind wir der Annahme, dass die meisten Valser – auch Befürworter der Offerte IG Therme Vals – mit diesem Entscheid einverstanden waren und diesesThema mit ihrer Zustimmung in gewisser Weise abschliessen wollten.

Wir denken, dass Probleme nahe an der Herausfoderung besser gelöst werden können. Es ist dieser föderalistische Gedanke und die direkte Demokratie im Kleinen, welche das Erfolgsmodell Schweiz ausmachen. Der Entscheid, den Beschluss über den Verkauf des Hotels Therme zuerst auf kantonaler Ebene anzufechten und bei negativem Entscheid allenfalls auf Bundesebene weiter zu ziehen, ist ein Widerspruch dazu. Wir denken, dass man dem ganzen Thema durch die Betrachtung aus der Ferne und auch durch die Beeinflussung der Berichterstattung, nicht wirklich gerecht werden kann.

Es entsteht der Eindruck, dass hier durch diese Vorgehensweise Spielchen betrieben werden, welche nicht nur unserer Meinung nach gestoppt werden sollten. Sie sind unvernünftig und könnten der Valser Zukunft starken Schaden zufügen.

Der Staatsrechtler Rainer Schweizer rät im Sonntagsblick dem Gemeinderat zu überlegen, ob er den Rügen nicht in wesentlichen Teilen zustimmen sollte, um rasch einen Neuanfang zu ermöglichen.
Bei dieser Forderung stellt sich uns die Frage, wie sich Herr Schweizer das vorstellt? Soll der Gemeinderat den demokratischen Entscheid der Bevölkerung einfach ignorieren und diesen als nichtig hin stellen? Dies entspricht wohl kaum dem demokratischen Verständnis in unserem Land.

Dass die Vorlage zu komplex gewesen sei, scheint hier nur Mittel zum Zweck zu sein. Ausserdem kann der Vorwurf, dass die Bevölkerung dadurch bewusst in die Irre geleitet wurde, auch so verstanden werden, dass die Beschwerdeführer die Urteilsfähigkeit und die Mündigkeit des Stimmvolkes in Frage stellen, insbesondere die Mündigkeit der Jugend, welche immer wieder als instrumentalisiert dargestellt wird. Seien wir froh, dass die Jugend anfängt, Ihre Rechte und Pflichten wahrzunehmen und sich an der Zukunft von Vals aktiv zu beteiligen!

Wie in einem vorhergehenden Artikel schon einmal beschrieben, akzeptieren wir den Entscheid der Beschwerdeführer. Die Aussicht, dass die Beschwerde bis vor Bundesgericht weiter gezogen wird, befremdet uns aber zusehends. Wir sind der Meinung, dass der durch die mündigen jüngeren und älteren Valser demokratisch gefällte Entscheid nicht als instrumentalisiert angesehen werden soll, sondern als zukunftsorientierte Entscheidung für ein erfolgreiches Vals. Wir glauben, dass die Beschwerdeführer die Bedürfnisse des grössten Teils des jügeren und älteren Stimmvolkes nicht kennen oder sich zusehehends vom dieser Kenntnis entfernen.

Wir würden es begrüssen, wenn wieder möglichst viele Stimmbürger an dieser Veranstaltung erscheinen und mit dem nötigen Respekt kritische Fragen stellen würden.

myvals.ch

 

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