Informationsabend der Beschwerdeführer

Die 14 Beschwerdeführer haben sich bei diesem Anlass vorgestellt und die wichtigsten Argumente, welche sie zu einer Eingabe der Beschwerde veranlasst haben, ausgeführt. Hauptargument dabei war, dass das ganze Verkaufspaket zu komplex gewesen wäre, so dass das Volk nicht darüber entscheiden habe können. Sind denn andere Abstimmungen einfach zu verstehen? Denken wir an ein aktuelles Beispiel der Zweitwohnungsinitiative, die wir bereits angenommen haben, obwohl noch niemand weiss, was diese genau bedeutet und wie sie umgesetzt werden soll.
Da es der Gemeindepräsidentin und dem Gemeinderat im Vorfeld der Abstimmung aber sehr wichtig war, das komplexe Geschäft korrekt abzuwickeln, wurde die Gemeindeversammlung verschoben, um mit Hilfe des juristischen Beraters der Gemeinde die nötigen rechtlichen Abklärungen zu treffen. Auch eine zweite Botschaft wurde wiederum unter Aufsicht der Juristen verfasst, um eine umfassende, in allen Belangen korrekte Information als Basis für den Entscheid abzugeben.
Dieses Vorgehen wurde von beiden Parteien akzeptiert und offensichtlich fanden sich auch die späteren Beschwerdeführer vor der Abstimmung zu keiner Kritik des Vorgehens veranlasst.
Juristen und die Richter des Verwaltungsgerichtes müssen sich nun der Sache annehmen. Es ist davon auszugehen, dass der demokratische Entscheid der Valser Bevölkerung gut geheissen wird.
Thomas Meier klagt über schlaflose Nächte wegen des Gästerückganges im März. Er führt dies unter anderem auch auf das Resultat des Hotelverkaufs zurück. Unsere Gäste seien schockiert über den Verkauf an Remo Stoffel. Wir denken viel mehr, dass unsere Gäste schockiert waren, in welchem Masse Geschäftsführer und Präsident von visit vals in eigener Regie Partei ergriffen und dies über die Presse in die Welt hinaus getragen haben. Das war unverantwortlich und hat Vals sehr geschadet.

Nach der Information wurden kritische Fragen an die Beschwerdeführer gestellt. Wir von myvals.ch waren selbstverständlich vorgestern auch vertreten und hatten auch Fragen.
Generell muss festgehalten werden, dass die Beschwerde nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung getragen und unterstützt wird.
Positiv war jedoch, dass sich die Beschwerdeführer allen Fragen gestellt haben. Trotzdem sind wir der festen Überzeugung, dass die Beschwerde der falsche Weg für Vals ist. Das Hotel wartet schon zulange auf Investitionen, es muss weitergehen! Zudem ist für myvals.ch das Risiko zu gross, Jahre auf einen Entscheid des Bundesgerichts zu warten Dies hätte verheerende Folgen für das laufende Geschäft und würde die gesamte Investition grundlegend in Frage stellen.
Und da bleibt ein Grundsatz: Wir können doch nicht Beschlüsse einer Gemeindeversammlung über den Haufen werfen, nur weil uns das Resultat nicht passt. Wir müssen den Willen des Volkes, der Bevölkerung akzeptieren.

Uns wurde von einem Leser mitgeteilt, dass nur ein Teil der Beschwerdeführer sich vorgestellt haben und das vielleicht nicht alle Fragen ganz vollständig von diesen beantwortet wurden. Gerne möchten wir diesem Einwand, hier mit diesem Vermerk Rechnung tragen.
Danke an unsere aufmerksamen und kritischen Leser.

myvals.ch

 

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